Macroeconomic News Flash

Vierteljährliches wirtschaftliches Umfeld und Aussichten

Basel, Q3-2020 (Juli 2020)

Schweiz

Das Wachstum in der Schweiz wird sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 erholen. Die schwache Nachfrage aus dem Ausland wird jedoch weiterhin negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben: Die deutsche Industrieproduktion bleibt unter Druck und belastet damit ganz Europa und die Schweiz. Anlass zur Sorge gibt nach wie vor die Stärke des Schweizer Franken, deren Auswirkungen die SNB abzumildern versucht. Die Hauptsorge betrifft die weltweite Corona-Pandemie.

USA

Die amerikanische Wirtschaft wird sich im dritten Quartal 2020 deutlich erholen. Die Konsumentwicklung stabilisiert sich, die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert sich rapide, die Sparquote ist stark. Die Preise auf dem Immobilienmarkt sind stabil, doch Investitionen in Wohneigentum werden zurückgehen. Die kurzfristigen Zinssätze werden auf sehr niedrigem Niveau bleiben, die Wachstumsprognosen sind weniger pessimistisch. Der Unternehmensbereich steht unter Druck, doch die Erträge werden voraussichtlich steigen. Exportorientierte Unternehmen werden unter dem Wachstumsrückgang in Europa und der Welt leiden. Das wirtschaftliche Szenario ist heute vielversprechender, die Kombination der umfangreichen fiskalischen und monetären Notfallmassnahmen sollte die ökonomischen Probleme mildern und den Weg zu einer nachhaltigen Erholung bis zum Jahresende ebnen.

Europa

Die Industrieproduktion auf dem Kontinent sinkt. Die Wachstumsraten werden fallen, die meisten europäischen Länder haben weiterhin Schwierigkeiten mit der Finanzierung ihrer Staatsschulden. In Deutschland ist das Beschäftigungsbarometer um einen Rekordwert gefallen, und Industriebetriebe planen den Abbau von Personal. Die rückläufigen Exporte und Dienstleistungen in Frankreich, Italien und Spanien verursachen enormen Druck auf die Regierungen, verstärkte fiskalpolitische Anreize zu bieten. Die Europäische Zentralbank hat ihre Bereitschaft zu unbegrenzten Aktionen deutlich gemacht, die Zeit des Quantitative Easing wird längerfristig fortbestehen. Die Zinssätze werden auf sehr niedrigem Niveau bleiben. In Grossbritannien hat die Bank of England eine neue geldpolitische Strategie umgesetzt, um die Massnahmen des Landes gegen die Pandemie zu finanzieren.

Asien

Die Industrieproduktion auf dem Kontinent sinkt. Die Wachstumsraten werden fallen, die meisten europäischen Länder haben weiterhin Schwierigkeiten mit der Finanzierung ihrer Staatsschulden. In Deutschland ist das Beschäftigungsbarometer um einen Rekordwert gefallen, und Industriebetriebe planen den Abbau von Personal. Die rückläufigen Exporte und Dienstleistungen in Frankreich, Italien und Spanien verursachen enormen Druck auf die Regierungen, verstärkte fiskalpolitische Anreize zu bieten. Die Europäische Zentralbank hat ihre Bereitschaft zu unbegrenzten Aktionen deutlich gemacht, die Zeit des Quantitative Easing wird längerfristig fortbestehen. Die Zinssätze werden auf sehr niedrigem Niveau bleiben. In Grossbritannien hat die Bank of England eine neue geldpolitische Strategie umgesetzt, um die Massnahmen des Landes gegen die Pandemie zu finanzieren.

Währungen

CHFStabil aufgrund seiner Rolle als sichere Anlagewährung. Die SNB wird den Verkauf von Schweizer Franken fortsetzen, um eine weitere Aufwertung zu verhindern.
USDVolatil, mögliche Schwächung
EUROVolatil, mögliche Stärkung
GBPSchwach
JPYWird stabil bleiben; bei Bankinterventionen erneute Abschwächung wahrscheinlich.
GoldStark, begünstigt durch den schwachen Dollar und die anhaltenden wirtschaftlichen und geopolitischen Unsicherheiten.
ÖlSchwach

Finanzmärkte

SchweizEuropaGrossbritannienUSAJapan
Zinssätzeniedrigniedrigniedrigniedrigniedrig
Anleihenstabilstabilstabilstabilstabil
Aktienmärktevolatilvolatilvolatilvolatilvolatil

 

Die vorstehende Kommentierung des wirtschaftlichen Umfelds und Ausblicks ist weder eine Kauf- noch eine Anlageempfehlung. Sie ist nicht das Ergebnis einer Finanzanalyse und untersteht daher nicht den „Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse“ der Schweizerischen Bankiervereinigung.